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| Unfall |
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- Ätzende Substanzen in die Augen
- Akute Erblindungsgefahr
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| Notfall - Therapie |
- Bei Verätzungen hat die sofortige,
ausgiebige Spülung und Entfernung der Ätzsubstanz am
Unfallort vor allen anderen Maßnahmen Vorrang,
auch wenn das Ausmass der Verätzung zunächst nicht bedrohlich
erscheint
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| Notfall-Zuweisung
an Klinik |
- Weitere, über Stunden dauernde Spülung, u.U. mit Substanzen,
die neutralisieren.
- Bei schweren Verätzungen zirkuläres Einschneiden der
Bindehaut, um toxisches Ödem (Chemose) zu entfernen.
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| Pathogenese |
- Säure
- Koagulationsnekrose, oberflächlicher Schorf
- Laugen
- Tief reichende Kolliquationsnekrose
Die meisten Verätzungen und für den Erhalt des Auges
gefährlichsten, geschehen durch Laugen oder Substanzen
wie Zement, die mit der Tränenflüssigkeit alkalisch
reagieren. Es kommt zur Kolliquationsnekrose des Gewebes. Laugenbestandteile
dringen dabei über längere Zeit in das Gewebe ein
und verursachen tiefe Hornhautnekrosen, Iritis, Cataracta complicata,
Sekundärglaukom. Daher die Notwendigkeit einer sofortigen
Spülung, u.U. frühzeitige operative Intervention.
Säureverätzungen bilden einen oberflächlichen
Schorf und entwickeln sich nicht weiter in die Tiefe. Ihre Prognose
ist im allgemeinen besser als die der Laugenverätzungen.
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| Prognose |
- Bei schweren Verätzungen häufig Erblindung infolge
ausgedehnter, vaskularisierter Narben der Bindehaut und Hornhaut,
Sekundärglaukom, ...
- Die Prognose einer Keratoplastik ist wegen der Vaskularisation
und verminderten Tränenproduktion meistens sehr schlecht
- Die wichtigste Maßnahme gegen Verätzung
ist die Prävention , das Tragen von Schutzbrillen
- Verlauf nach Verätzung
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| Ausgiebige Spülung des verätzten Auges (Wasser, Ringerlösung,
...) |
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| Symblepharonbildung: Spätkomplikation einer
schweren Verätzung |
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