Zunehmende Opticusatrophie (Blasse Papille mit Exkavation bis
zum Papillenrand)
Gesichtsfeldverfall bei Glaukom über
Jahre
Sehstärke (Visus) bis zum Schluss normal
Endergebnis: Erblindung
1 Vergrösserter blinder Fleck
2 Parazentral nasal oberes Skotom
3 Einengung des nasal oberen Gesichtsfeldes
4 Nasales Skotom erreicht blinden Fleck = Bjerrum-Skotom
5+6 Weitere Einengung
7 Neues Skotom nasal unten
8+9 Kleiner zentraler und peripherer Gesichtsfeldrest
Zunehmender Gesichtsfeldverfall bei unbehandeltem
Glaukom
Pathogenese
Normal: Das Kammerwasser fliesst vom Ziliarkörper
durch die Pupille zu den Abflusswegen im Kammerwinkel:
Trabekel, Schlemmscher Kanal und weiter in den venösen
Kreislauf.
Pathologisch: Beim Offenwinkelglaukom ist der
Abflusswiderstand im Trabekel pathologisch erhöht.
Die genauen Zusammenhänge sind noch nicht bekannt
(vergleiche verschlossener Kammerwinkel bei Winkelblockglaukom).
Das Trabekel - "Organ" mit Schlemmschen
Kanal und Kammerwasservene
Infolge des chronisch erhöhten Augendruckes (vom Augenarzt
gemessen) wird der Sehnerv atrophisch. Die Papille zeigt eine
typische Exkavation, wie sie nur beim chronischen Glaukom vorkommt.
Entsprechend verfällt das Gesichtsfeld (siehe oben).
Symptome
Keine Beschwerden !
Allmählich zunehmende Sehverschlechterung
Keine Schmerzen
Kein rotes Auge
Verlauf: Chronisch, über Jahre
Später Orientierungsstörung bis Erblindung infolge
Gesichtsfeldverfall
Gefahr
Ohne Therapie Erblindung
Therapie
Zunächst immer medikamentös :
Verbesserung des Kammerwasser-Abflusses
Volumenminderung am Auge durch osmotissches Gefälle